Sanierung und Umgestaltung 2009/2010

Die St. Markus Kirche und ihr Gemeindezentrum: saniert, erweitert, umgestaltet.

St. Markus Kirche Fotocollage (c) R.Schulz 2011

Die Markuskirche spielt als Dekanats-, Konzert-, Kunst- und Universitätskirche eine wichtige Rolle für das kirchliche und kulturelle Leben in München, in besonderer Weise im neu sich formierenden "Kunstareal München".
Unter der Projektleitung des Münchener Architekten Eberhard Wimmer wurde seit Herbst 2008 der Innenraum der St. Markus-Kirche saniert und umgestaltet; zugleich entstand im hinteren Teil der Kirche durch umfassende Um- und Erweiterungsbauten ein beinahe neues Gemeindezentrum. Das Projekt wurde im Jahr 2008 von der "Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland" (KiBa) mit einem Preis gewürdigt.

Baustelle St. Markus Kirche (c) R.Schulz

Teil der Umbaumaßnahmen waren unter anderem ein Keller unter der Kirche mit Lastenaufzug, eine Fußbodenheizung, sanierte Pfeiler und Emporenbrüstungen und ein Fliesenboden im Kirchenschiff.
Weitere Maßnahmen:
Anstrich des Innenraums, Reparatur der Empore, Erneuerung der Elektrik, barrierefreie Zugänge und Sanitäranlagen, verbesserte Beleuchtung und Tontechnik, Bau zusätzlicher Gemeinderäume, Auffangbecken für Regenwasser im Garten u.v.m.
Wegen der Baumaßnahmen war die St.-Markus-Kirche von Februar bis Mitte Dezember 2009 geschlossen.

St. Markus Kirche Fotocollage (c) R.Schulz 2011

Der Künstler Benjamin Bergmann gestaltete den Chor- und Altarbereich in St. Markus neu. Sechs Künstler hatten ihre Entwürfe für die neue Gestaltung des Altars, des Taufbeckens und des Ambos eingereicht. Zur dreizehnköpfigen Jury gehörte unter anderem Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann, stellvertretende Generaldirektorin der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und Referentin der Pinakothek der Moderne. Das Preisgericht begründete die Entscheidung im Blick auf den Umgang mit dem Kirchenraum, auf die eingesetzten Materialien (Holz und Metall) sowie auf künstlerische Qualität und Aussage. Bergmann gibt nach Auffassung des Preisgerichts, den von ihm entwickelten liturgischen Prinzipalstücken – Taufbecken, Altar und Ambo – einen besonderen Grad an formaler und ästhetischer Klarheit, Kraft, Präsenz und Schlüssigkeit. Durch die konsequent einheitliche Gestaltung stehen sie konzeptionell für ein Zusammenspiel von Raum und Liturgie. Der Entwurf, in dem quasi modern-industrielle Materialität und Realität mit einer hochspirituell aufgeladenen Umgebung ein enges Bündnis eingehen, stellt ein überzeugendes Beispiel zeitgenössischer Kunst dar. Dabei spielt der Einsatz von Licht eine hervorgehobene Rolle: Alle drei Stücke sind von innen her illuminiert und geben ihr inneres Leuchten durch eine stete Reihung von Schlitzen oder Ritzen nach außen ab.