Generalsanierung der Ott-Orgel

Foto (c) R.Schulz

Auf Initiative Karl Richters wurde die elektropneumatische Steinmeyer-Orgel auf der Südempore aus dem Jahr 1936, die durch ihren dunklen, „romantischen“ Klang besticht, in den 60er Jahren nicht – wie viele andere Orgeln dieser Art – „barockisiert“. Stattdessen baute die Göttinger Orgelbaufirma Paul Ott eine zweite Orgel auf der Ostempore: rein mechanisch, mit hellem, „barockem“ Klangcharakter. Sie wurde 1967 eingeweiht. Seitdem sind die beiden Orgeln aus unserem schönen Kirchenraum nicht mehr wegzudenken und ein wesentlicher Bestandteil der Musik in St. Markus und der Münchner Kirchenmusik-Landschaft.

1988 wurde die „Ott-Orgel“ von der Firma Johannes Rohlf (Seitzental) überholt und neu intoniert. Nach mehr als 40 Jahren war es nun höchste Zeit für eine gründliche Generalsanierung. Nicht nur durch die vielen Baumaßnahmen in und um die Kirche, sondern einfach durch den üblichen „Innenstadt-Staub“ hatte sich mit der Zeit viel Schmutz in den hintersten Winkeln der Orgel eingenistet und wirkte sich immer mehr auf den Klang und auch auf die technische Funktionsfähigkeit aus. Im Sommer letzten Jahres erging eine Ausschreibung an drei Firmen. Der Kirchenvorstand wählte im November das Angebot der lokalen Orgelbaufirma Reinhold Frenger aus Feldkirchen Westerham aus und folgte damit den Empfehlungen des Orgelsachverständigen KMD Klaus Geitner und des Dekanatskantors KMD Michael Roth.

Die gesamte Orgelanlage wurde gereinigt. Die Pfeifen wurden ausgebaut und auf der Empore gewaschen, die Tastaturen in die Werkstatt gebracht, gereinigt und reguliert. Windladen, Pfeifenstöcke, Bälge und Kanäle mussten genauso wie die gesamte Spiel- und Registertraktur gründlich gesäubert werden. Die Registerzüge erhielten eine Nummerierung aus Holzplättchen und das Rückpositiv zusätzliche Schlitze in Richtung Organist. Eine komplette Neuintonation des Instrumentes reagierte auch auf die seit dem Umbau 2008 bis 2010 stark veränderte Akustik der Kirche. Abgeschlossen wurden die Arbeiten mit der Reinigung des Gehäuses inklusive Übermalen bzw. malerischem Ausbessern durch den Kirchenmaler Bernd Zeiler aus Pfaffenhofen. Für diese Arbeiten wurden Gerüste installiert – gut, dass hinter der Kirche ohnehin eine große Baustelle ist! 

Durch eine großzügige Spende des Stiftungsfonds „Münchner Orgelstiftung“, gegründet von Dr. Axel Philipp, konnte ein Teil der Generalsanierung gestemmt werden.

Wir freuen uns auf weitere Spenden, die uns helfen, das Projekt zu finanzieren. Diese Unterstützung können Sie hier gleich online auf unserer Spendenseite machen.

Eine ebenfalls notwendige Sanierung der Steinmeyer-Orgel ist in Planung und wird zurzeit ausgeschrieben. So werden hoffentlich in absehbarer Zeit beide Instrumente wieder in voller Pracht erklingen. 

Die sanierte Ott-Orgel wird planmäßig zum Eröffnungskonzert des Münchner Orgelsommers am Sonntag, den 4. Juli, erstmals öffentlich erklingen. Herzliche Einladung dazu!

Michael Roth

 


 

 

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Sehen Sie hier ein paar Impressionen der Sanierung: