Die Orgeln der St. Markus Kirche

Foto (c) R.SchulzFoto (c) R.Schulz
Steinmeyer-Orgel    Ott-Orgel

Nach dem Vorbild der Leipziger Thomaskirche befinden sich zwei Orgeln in St. Markus: die große Steinmeyer-Orgel auf der Südempore und die Ott-Orgel auf der Ostempore. Besonders prominent zur Geltung kommen sie in den Konzerten des Münchner Orgelsommers.

  


 

Die Steinmeyer-Orgel aus dem Jahr 1936

Op. 1620. Dreimanualig. Elektropneumatische Traktur. Während des zweiten Weltkriegs ausgelagert. 1948 neu intoniert und erweitert, ebenso 1964.

Die ursprüngliche Disposition und Intonation dieser Steinmeyer-Orgel ist trotz einiger Eingriffe im Sinne der Orgelbewegung weitgehend erhalten geblieben. Der grundtönige und volle Klang eignet sich besonders gut für romantische und zeitgenössische Musik.  

Manuale (alle C-g'''):  
I. Manual:
16': Bordun
8': Principal, Rohrflöte, Gemshorn, Trompete, Kornett (3-5fach)
4': Octav, Flöte
2.2/3': Nasard
2': Ital. Prinzipal
1.1/3' 6fach: Mixtur

II. Manual:
16': Quintade
8': Prinzipal, Gedeckt, Violflöte, Quintade, Cromorne
4': Prinzipal, nachthorn, Oktav
2': Blockflöte, Quinte
2.2/3' u. 1.3/5': Sesquialter
1' 4fach: Scharf

III. Manual:
16': Gedeckt, Trompete
8': Holzflöte, Liebl. Gedeckt, Salizional, Vox coelestis, Trompete, Oboe
4': Oktva, Rohrflöte, Klarine
2.2/3': Quinte
2': Waldflöte, Plein jeu (6fach)
1.3/5': Terz
1': Sifflet
Pedalwerk:Spielhilfen: 
16': Prinzipal, Subbass, Gedackt, Posaune
10.2/3': Quinte
8': Oktav, Liebl. Gedackt, Trompete, Oboe
4': Choralbass, Rohrflöte, Klarine
2': Rohrpfeife, Mixtur (4fach)
Manualkoppel: III/II, III/I, II/I
Unteroktavkoppel: III/I, III
Pedalkoppel: I, II, III
Oberoktavkoppel: III/I, III

Der Spieltisch der Steinmeyerorgel
(Foto: 1953, Karl Hertlein)

Steinmeyer-Orgel_Spieltisch (c) Archiv St. Markus

   


 

Die Ott-Orgel aus dem Jahr 1967

Karl Richter ließ 1967 eine neue Orgel bauen. Paul Ott folgte einem barocken Klangideal und intonierte das Instrument in nicht gleichstufiger Stimmung, sodass es für die Interpretation von Orgelliteratur vom 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts sehr reizvoll ist. Sie wurde auf der Ostempore  nahe an der Kanzel aufgestellt. Das Instrument ist 1988 von der Firma Rohlf aus Seitzental überholt worden, ohne jedoch die Disposition anzutasten.

Manuale (alle C-g'''):  
Hauptwerk:
16': Quintadena
8': Prinzipal, Rohrflöte, Trompete
4': Oktave, Gedacktflöte
2': Oktave
2.2/3': Quinte, Mixtur 4-5fach
Brustwerk:
8': Holzgedackt
4': Spitzgedackt
2': Prinzipal
1.1/3': Nasat
1': Sifflöte, Musette
8' Tremulant
Rückpositiv:
8': Gedackt
4': Prinzipal, Quintade
2': Blockflöte, Sesquialter (2fach), Scharf (3-4fach)
8': Cromorne, Tremulant
Pedalwerk:Spielhilfen: 
16': Offenbass, Posaune
8': Oktave, Gedacktpommer
4': Oktave
2': Nachthorn, Mixtur

Koppeln:
BW/HW
RP/HW
HW/Ped
RP/Ped

Schweller BW