Stadtdekan Dr. Bernhard Liess stellt sich vor

Stadtdekan Dr. Bernhard Liess

Ab 1. September 2020

Stadtdekan Dr. Bernhard Liess stellt sich vor

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Stadtdekan Dr. Bernhard Liess

Liebe Leserin, lieber Leser,
mein Name ist Bernhard Liess, und ich freue mich, dass ich ab dem 1. September 2020 das Amt des Münchner Stadtdekans von Barbara Kittelberger übernehmen darf! Da ich in München geboren und aufgewachsen bin, kehre ich nach vielen Jahren nun wieder in diese wunderbare Stadt mit ihrem schönen Umland zurück. Besonders freue ich mich, dass ich jetzt viele, viele Menschen kennenlernen kann. Dafür möchte ich mir ganz bewusst Zeit nehmen. Denn es gibt so viele engagierte Haupt- und Ehrenamtliche, die mit viel Leidenschaft und kreativen Ideen unsere Kirche zu einem lebendigen und bunten Ort der Freiheit und des Glaubens machen. All das möchte ich gerne kennenlernen, verstehen und würdigen. Ich verstehe das Amt eines Dekans auch so, dass er Pluralität fördert und die Arbeit unterstützt, die vor Ort in den Kirchengemeinden, kirchlichen Einrichtungen oder an den anderen kirchlichen Orten gemacht wird.

Ich wurde in 1969 in München geboren und bin in Harlaching aufgewachsen. Die Emmauskirche in München war meine erste Begegnung mit Kirche und ihren Pfarrer/innen. Wie so häufig waren es Pfarrerpersönlichkeiten, die mich dazu motiviert haben, Theologie zu studieren. Nach dem Wehrdienst habe ich in Neuendettelsau, München, Montpellier und Heidelberg Theologie studiert und im Anschluss an dasStudium noch eine kirchengeschichtliche Doktorarbeit geschrieben. Das Vikariat hat mich dann als bayerischen Gast nach Tübingen geführt, wo ich auch eine andere Landeskirche kennenlernen durfte. Meine ersten Schritte als Pfarrer habe ich in Rosenheim getan, wo ich später auch als Referent auf Dekanatsebene und Mitarbeiter im dortigen Evangelischen Bildungswerk tätig war. 2012 wurde ich Pfarrer der Kirchengemeinde Planegg bzw. seit 2018 Planegg-Stockdorf. So konnte ich Kirche aus ganz verschiedenen Blickwinkeln erleben.

Meine Frau ist ebenfalls Theologin und Privatdozentin für Altes Testament. Wir haben zwei Kinder, die 10 und 12 Jahre alt sind, und wir sind gespannt auf all die Veränderungen nach dem Umzug wie Schulwechsel und neue Umgebung, die nun auf uns zukommen.

Mich begeistern Musik, Kunst und Literatur, weshalb ich viel zu viele Bücher habe. Immer wieder bin ich fasziniert von Menschen, von ihrer Biographie, ihren Fähigkeiten und ihrer Persönlichkeit. Und Humor ist für mich wichtig, der neben aller Ernsthaftigkeit für mich Ausdruck christlicher Lebenskunst, Lebensfreude und Hoffnung ist. Unsere Kirche verändert sich. Das soll uns nicht schrecken, und Jammern und Lamentieren sind keine guten Rezepte. Ich bin ein großer Freund unserer sogenannten Volkskirche, in der ganz unterschiedliche Menschen ganz unterschiedlich denken, glauben und handeln dürfen und sich doch verbunden und getragen wissen im Glauben an unseren Gott.

Ich bin gespannt und freue mich auf die Begegnungen mit Ihnen!

Es grüßt Sie sehr herzlich
Ihr Bernhard Liess

 

 

„Willkommen auf der Baustelle!"

Das gilt im vielfachen Sinn: Bernhard Liess beginnt sein Amt in Umbruchszeiten. Die Baustelle kann auch hier ein Symbol sein: nicht nur für die „Baustellen" im eigenen Leben, die so ein Neuanfang mit sich bringt, dienstlich wie privat. Sondern auch in diesen besonderen Zeiten, in denen die Kirche sich, gut reformatorisch, gerade wieder ein Stück neu „erfindet". Und nicht zuletzt gibt es zwar Visionen und Pläne von neuen Räumen, Wohnung und Dekanat – realiter aber ist erst einmal: Baustelle ...
St. Markus wünscht Ihnen, dass Sie heimisch werden in Dekanat und Gemeinde, „lebendige Steine" finden für Ihre Bauvorhaben, nicht über herumliegende Drähte und Kabel stolpern und guten Mut, Segen und Gelingen in Ihrem neuen Amt erfahren. Ihnen und Ihrer Familie ein herzliches Willkommen!

Sabine Geyer