Jubiläumskonzert 30 Jahre Markus-Chor

Jubiläumskonzert 30 Jahre Markus-Chor München:

"Das Paradies und die Peri" von Robert Schumann

Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 50

Markus-Chor München, Foto Barbara Sardi-Davignon (c) MCM München

Anlässlich seines 30jähriges Chorjubiläums führt der Markus-Chor München das selten aufgeführte Oratorium von Robert Schumann auf. 1843 uraufgeführt, war dieses Meisterwerk des Komponisten ein Riesenerfolg. Die neuartige Dramaturgie arbeitet mit Klangsymbolen und Leitmotiven und hatte großen Einfluss auf die Musik der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis hin zu Wagners Opern und Mahlers Symphonien. Nach kritischer Rezeptionshistorie sind Text und Inhalt heute wieder sehr aktuell: die märchenhafte Erzählung verbindet sowohl weltliche und geistliche als auch romantische und orientalische Elemente. Die Qualität der lebendigen und mitreißenden Vertonung des dramatischen Stoffes ist Bachs Passionen und Mendelssohns Oratorien in jeder Hinsicht ebenbürtig.

Jubiläumskonzert 30 Jahre Markus-Chor München:  "Das Paradies und die Peri" von Robert Schumann

Herzliche Einladung zu diesem einmaligen Werk!

Sonntag, 20. März 2016, 18 Uhr
Jubiläumskonzert 30 Jahre Markus-Chor München
Robert Schumann: "Das Paradies und die Peri"

Anna Karmasin, Sopran (Peri)
Roman Payer, Tenor (Erzähler)

Weitere Solisten:

Franziska Roth, Sopran (Jungfrau)
Florence Losseau, Mezzosopran/Alt (Engel)
Thomas Bock, Tenor (Jüngling)
Michael Kranebitter, Bass/Bariton (Gazna)

Karten von 12,- bis 27,- EUR bei München Ticket (zzgl. Gebühr) sowie an der Abendkasse (hier auch Schüler- und Studentenkarten für 7,- EUR).

 


 

 

Rückblick: „Das Paradies und die Peri“ von Robert Schumann

„Das Paradies und die Peri“ von Robert Schumann in St. MarkusAm Palmsonntag, den 22. März, wurde das selten gespielte Oratorium in der Markuskirche aufgeführt: sechs Solisten, der Markus-Chor und ein großes Orchester unter der Leitung von Michael Roth widmeten sich diesem wundervollen, 1843 entstandenen Meisterwerk des romantischen Komponisten. Solisten, Choristen und Musiker trugen symbolisch die erlösende Träne der Reue (vielen Dank an dieser Stelle an Doris Desnoës!), welche sowohl die Verbindung zwischen Himmel und Erde wiederherstellte, als auch – im Sinne Nathans des Weisen – eine Verbindung zwischen den Religionen stiftete. Denn im orientalisch angehauchten „geistlichen Märchen“ des irischen Dichters Thomas Moore, das die Vorlage für Schumanns Komposition bildet, findet die Peri (Elfe, Fee) besagte Träne ausgerechnet in Syrien, wo ein Knabe auf den Ruf des Muezzins hin sein Spiel unterbricht, ein Abendgebet zum Himmel spricht und damit das verhärtete Herz eines Verbrechers erweicht. 

Vielen Dank an das Publikum für die tolle konzentrierte Konzertatmosphäre in der voll besetzten Markuskirche und natürlich den Ausführenden für die wunderbare Darbietung!

Michael Roth