Grüß Gott!

Foto (c) R.Schulz

Grüß Gott und herzlich willkommen auf unserer Homepage!

St. Markus hat viele Gesichter und Menschen, die das Gemeindeleben mitgestalten. Diese Gemeinde mitten im Herzen von München bietet eine große Vielfalt an Begegnungen und Erfahrungen. Dabei gibt es vieles aus dem Leben unserer Kirche zu erzählen. Einmal im Monat stellt sich an dieser Stelle eine Person aus unserem großen Markus-Team mit ihren ganz persönlichen Eindrücken vor.

Link zu den gesammelten Texten.

  


 

Corona.

Langsam kann man dieses Wort schon nicht mehr hören, oder? Tag ein, Tag aus wird man daran erinnert, dass gerade eine Pandemie über unser Leben bestimmt – sei es durch das Radio und die Nachrichten, die ohne die Erwähnung der tagesaktuellen Inzidenzzahlen schon gar nicht mehr vorzustellen sind, oder schlichtweg der eigene Tagesablauf, welcher sich an die Gefahren des Virus angepasst hat. Die einen spüren es mehr, die anderen weniger.

Ich als Studentin kann sagen, dass der gesellschaftlich organisatorische Umgang mit Covid tatsächlich auch ein paar positive Auswirkungen auf mich hat. Beispielsweise spare ich mir den Weg in die LMU, wodurch mehr Zeit fürs Lernen und meine Hobbies bleibt. Außerdem ist es auch mal ganz entspannt, sich eine Vorlesung von zuhause aus mit Jogginghose und Snacks nebenbei anzusehen. Doch so bedacht ich auch darauf bin, aus jeglicher Situation das Beste zu machen und mich darauf zu fokussieren, was ich habe, anstatt auf das, was mir fehlt, kann auch ich nicht leugnen, dass mir das Virus zunehmend auf die Psyche schlägt – und auf meine Augen, denn durch das Online-Studium verbringe ich nun tatsächlich fast den ganzen Tag vor dem Bildschirm. Das Resultat: Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Augenschmerzen. Auch eine Brille mit Anti-Blaulicht-Filter kommt nicht gegen die tägliche Belastung an. Nicht zuletzt fehlt natürlich auch der persönliche Austausch mit Professor*innen und Kommiliton*innen.
Der zunehmende psychische Druck und das Genervt-Sein von der aktuellen Situation wird auch dadurch verstärkt, dass in den Medien kaum über uns Studierende berichtet wird. Im Fokus des Bildungssektors stehen natürlich die Schüler*innen und das Sich-Aufregen darüber, dass die Politik nicht wirklich gut mit deren Situation umzugehen scheint und sich die „Jüngsten“ unserer Gesellschaft zurecht alleine gelassen fühlen. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass auch das universitäre und ausbildungstechnische Leben etwas mehr Beachtung und Lösungsvorschläge zum weiteren Umgehen mit Online-Uni bekäme. Immerhin stehen wir kurz vor dem Eintreten in das Berufsleben, was durch die Arbeitsmarktentwicklungen durch Corona sowieso etwas schwerer zu werden scheint als vor ein paar Jahren noch.

Und trotzdem: es werden auch wieder bessere Zeiten kommen. Die Hoffnung nicht aufgeben und darauf vertrauen, dass Gott zu uns steht – solange wir dies nicht vergessen, können wir nur gewinnen.

Voll Vertrauen zu Gott beten
'Bittet und ihr werdet bekommen!
Sucht und ihr werdet finden!
Klopft an und es wird euch geöffnet!'
Matthäus, 7, 7-8

 

Anne Neuhaus, Assistentin im Büro der Kirchenmusik

Anne Neuhaus, neu im Büro der Kirchenmusik